Was versteht man unter dem Begriff Medaka „Lamè“?

Autor Axel Eywill (D)

Vorwort

Medaka „Lame“ Stämme faszinieren sehr viele Medaka Fans und Züchter schon seit Jahren. Speziell bei der weiblichen Medaka Fan Gemeinde kommen diese Zuchtformen besonders gut an. Oft liest man „Glitzer“ oder „Bling Bling“ Fisch in Kommentaren zu geposteten Bildern von Fischen mit hohem Lamè Anteil. Auch im Mutterland der Zuchtformen des japanischen Reisfisches Japan haben Lame Stämme eine immer noch große Fangemeinde.

Auch mich faszinierten die ersten Bilder von Black Lamè 2015, die ich zu sehen bekam, und waren Grundlage bei mir für die Enstehung des sogenannten Medaka Virus!

Medaka “ Miyuki Black Lame“ mit mehrfarbigen Glanzschuppen

Nun nicht nur in Japan haben Zuchtformen mit sogenannten „Lamè“ Schuppen eine große und weiter wachsende Fangemeinde. Auch speziell im europäischen Bereich sind Lame Stämme, speziell mit einem hohen Lamè Anteil sehr gefragt, da sie optisch natürlich durch ihre glitzernden Körperschuppen ein echter Hingucker sein können oder sind. Mittlerweile gibt es in Europa und auch im deutsch sprachigen Raum einige unterschiedliche Stämme die in Ihrem Namen den Begriff „Lamè“ führen.

Was ist nun Lame?

Bei den Lamè Linien stechen besonders die glänzenden Schuppen am Körper hervor die durch eine dicke Schicht Guanin hervorgerufen werden. Guanin wird als auch als „Fischsilber“ bezeichnet. Dies sind meist silber oder perlmutfarbene Schuppen am Körper des Fisches der ein gewisses glitzern bei entsprechenden Lichteinfall für das menschliche Auge erzeugt.

Medaka „Super new star“ ein Stamm mit sehr hohem Lame Schuppen Anteil

Wann sollte ein Medaka Stamm den Zusatz „Lame führen?

Obwohl es aktuell weder einen Zucht- noch einen internationalen Bewertungsstandard für Medaka gibt, sind nicht alle unter dem Namen angeboteten Stämme die diese Bezeichnung führen, von der Qualität und den Ansprüchen japanischer Züchter tatsächlich „Lamè“ Zuchtformen. Fast jeder Fisch führt vereinzelte dieser Glanzschuppen am Körper verteilt. Oft aber nur sehr wenige. In Japan zählt man wohl zu den Qualitätsmerkmalen für eine Lame Zuchtform, daß ein Fisch der den Begriff „Lamè“ in seiner Namensgebung  beinhaltet, das mindestens 50 dieser Glanzschuppen vorhanden sein müssen. Natürlich geht kaum jemand von uns hin und zählt diese. Aber man sieht teilweise schon merkliche Unterschiede bei gewissen Zucht Stämmen.

Um einen Lamè Stamm qualitativ zu verbessern ist auf jeden Fall eine strenge Selektion auf diesen Merkmal notwendig, um die gewünschte Qualität zu erreichen. Bei Lame Stämmen gibt es oft gravierende Unterschiede. Fast jeder Medaka Stamm trägt vereinzelte Glanzschuppen, aber eine Glanzschuppe oder eine Handvoll dieser Schuppen macht noch keinen Lamè Stamm aus. Deshalb sind wirklich gute Lame Ergebnisse, nur mit dementsprechender Zuchtarbeit und akribischer Selektion zu erreichen und zu festigen.

Medaka die in einem Lame Stamm mit anderer Grundfarbe vorkamen!

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